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abstraktes Gemälde von Sylvia Galos hauptsächlich weiß mit Strukturen mit  Akzent in Schwa und Rot

Sylvias Blog

Rückblicke. Augenblicke. Ausblicke.

Ein persönlicher Blick auf das Lions KunstPopUp in Eisenstadt und auf die Frage, was Kunst bewirken kann.


Sylvia Galos im Atelier im Hintergrund das Plakat zum Lions Charity Kunstpopup

Am 12. Juni 2026 findet in Eisenstadt ein besonderes Kunstprojekt statt: das Lions KunstPopUp, das ich gemeinsam mit dem Lions Club Eisenstadt umsetze.

Für diese Charity-Aktion stelle ich rund 50 meiner Kunstwerke unentgeltlich zur Verfügung. Der Reinerlös der Charity-Aktion wird für die Erfüllung des Herzenswunsches eines erkrankten Kindes in unserer Region in Kooperation mit dem Verein „make-a-wish“ verwendet.


Das klingt auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich. Für mich fühlt es sich aber richtig an.


Bilder, die auf ihre Präsentation warten …
Bilder, die auf ihre Präsentation warten …
… und auf Entscheidungen aus dem Herzen.
… und auf Entscheidungen aus dem Herzen.

Kunst soll nicht im Atelier stehen bleiben

Viele meiner Bilder sind in den letzten Jahren entstanden. Manche waren bereits in Ausstellungen zu sehen, andere warten noch auf ihren Platz.

Im Atelier sind sie gut aufgehoben. Aber Kunst ist nicht dafür gemacht, dauerhaft gelagert zu werden. Sie soll in Räume kommen. Zu Menschen. In ein Zuhause, ein Büro, einen Ort, an dem sie täglich wahrgenommen wird.

Beim Lions KunstPopUp geht es deshalb nicht nur darum, Kunstwerke abzugeben. Es geht darum, Kunst in Bewegung zu bringen – und mit dieser Bewegung konkret zu helfen.


Keine Fixpreise. Nur Herzpreise.

Ein wesentlicher Gedanke dieser Aktion ist der sogenannte Herzpreis.

Für die ausgestellten Werke gibt es keine Preisliste. Besucherinnen und Besucher entscheiden selbst, welchen Betrag sie für ein Werk geben möchten.

Kein Verhandeln. Keine Schnäppchenjagd. Sondern eine persönliche Entscheidung.

Dieser Gedanke interessiert mich sehr: Was ist uns ein Kunstwerk wert, wenn der Erlös direkt hilft? Und was passiert, wenn Kunst nicht zuerst über ihren Marktwert betrachtet wird, sondern über Beziehung, Vertrauen und Großzügigkeit?



Vertrauen lässt sich nicht bis ins Letzte absichern.

Mir ist bewusst, dass ein offenes Konzept auch ausgenützt werden kann. Jemand könnte einen sehr niedrigen Betrag geben und sich trotzdem ein großes Werk aussuchen. Das habe ich mitgedacht.

Ich nehme dieses Risiko in Kauf, weil Vertrauen nur dann echt ist, wenn man es nicht bis ins Letzte absichert.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass sich niemand zurückhält, nur weil der eigene Beitrag kleiner ausfällt. Auch ein bescheidener Herzpreis kann ehrlich gemeint sein. Und genau darum geht es: um eine Entscheidung, die nicht peinlich sein muss, sondern aus den eigenen Möglichkeiten heraus entsteht.


Zwischen Wert, Hilfe und persönlicher Entscheidung

Natürlich hat jedes Kunstwerk einen Wert. Einen künstlerischen, einen materiellen, einen ideellen. Normalerweise wird dieser Wert in einem Preis ausgedrückt.

Bei diesem Projekt verschiebt sich der Blick. Für einen Tag steht nicht die Frage im Vordergrund: „Was kostet dieses Bild?“ Sondern: „Was kann ich geben – und was möchte ich damit bewirken?“

Das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Es macht sie ehrlicher.

Denn plötzlich geht es nicht nur um Kunstkauf, sondern auch um Haltung. Um das eigene Maß. Um die Frage, wie viel einem Hilfe wert ist, wenn man gleichzeitig etwas Bleibendes dafür erhält.



Warum ich das mache

Ich mache dieses Projekt, weil ich glaube, dass Kunst mehr kann, als Räume zu schmücken. Sie kann Begegnungen auslösen. Gespräche öffnen. Menschen verbinden, die einander sonst vielleicht nicht begegnet wären.

Und sie kann helfen.

Für mich ist das Lions KunstPopUp auch ein Loslassen. Ich gebe Arbeiten frei, die ein Stück meines Weges zeigen. Sie verlassen mein Atelier nicht einfach als Ware, sondern als Teil einer Aktion, die Sinn stiftet.

Das ist ein anderer Zugang. Einer, der nicht alles kalkuliert, aber sehr bewusst entschieden ist.


Ein Projekt mit offenem Ausgang

Ich weiß nicht, wie sich dieser Tag entwickeln wird.

Vielleicht entstehen schöne Gespräche. Vielleicht wird um einzelne Bilder gerungen. Vielleicht überrascht mich die Großzügigkeit mancher Menschen. Vielleicht wird es auch Momente geben, die mich fordern.

Aber ich gehe bewusst in dieses Experiment. Der Gedanke dahinter ist stärker als die Sorge, ob alles kontrollierbar bleibt.


Mehr zum Lions KunstPopUp, zum Herzpreis und zur Charity-Aktion gibt es hier:


So gemütlich war ess voriges Jahr.
So gemütlich war ess voriges Jahr.

Wenn du kunstinteressiert bist, kennst du dieses besondere Gefühl: direkt in die Welt eines Künstlers einzutauchen.Genau das ermöglichen die Tage der offenen Ateliers.

Ich mag diese Tage sehr. Das Atelier verändert sich – es wird offener, lebendiger. Menschen kommen, verweilen, suchen das Gespräch. Dinge entstehen, die man so nicht planen kann.


Was sind die Tage der offenen Ateliers?

Die Tage der offenen Ateliers sind ein Format, bei dem Künstler ihre Arbeitsräume für Besucher öffnen. Du kannst direkt mit ihnen sprechen, Einblick in Techniken bekommen und Werke vor Ort erleben – und auch erwerben.

offen. ist eine Initiative der Kultur-Betriebe Burgenland. Ziel ist es, zeitgenössische Kunst im Burgenland sichtbar und frei zugänglich zu machen. An zwei Wochenenden öffnen über 120 Künstler*innen ihre Ateliers, Werkstätten und Arbeitsräume. Ergänzt wird das Programm durch Galerien, Museen, Kunstvereine und private Sammlungen.


Warum sich ein Besuch lohnt

Für dich bedeutet das: ein direkter Einblick in die Kunstszene – ohne Umweg über Galerie oder Messe.

Du siehst nicht nur fertige Werke, sondern auch Materialien, Arbeitsweisen und Prozesse. Gerade bei abstrakter Malerei verändert das oft den Blick. Viele stehen am Anfang etwas ratlos vor einem Bild – und genau das ist meist der interessanteste Moment.

offen. lebt von Vielfalt. Unterschiedliche künstlerische Positionen, verschiedene Zugänge, viele Handschriften. Du kannst vergleichen, entdecken, deinen eigenen Zugang finden.



Tipps für deinen Besuch

Plane grob deine Route – aber bleib flexibel.

Nimm dir Zeit. Die Gespräche sind oft das Wertvollste.

Stell Fragen. Genau dafür sind diese Tage da.

Mach Fotos, wenn dir etwas gefällt – oft fällt die Entscheidung erst später.

Und wenn dich ein Werk anspricht: Kauf es direkt vor Ort.


Was abstrakte Malerei besonders macht

Abstrakte Malerei begegnet dir nicht überall – und oft auch nicht so unmittelbar wie im Atelier. Genau das macht diese Tage interessant.

Viele stehen am Anfang etwas unsicher vor einem abstrakten Bild. Was sehe ich eigentlich? Was bedeutet das? Im Atelier verschiebt sich diese Situation. Du kannst nachfragen, Prozesse nachvollziehen, Zusammenhänge erkennen.

Was mich daran interessiert: dass ein Bild nicht alles vorgibt. Es lässt Raum. Für Wahrnehmung, für eigene Assoziationen, für das, was gerade da ist. Oft entstehen im Gespräch ganz unterschiedliche Zugänge zu ein und demselben Bild. Und genau darin liegt für mich die Qualität – dass sich etwas nicht festlegt sondern öffnet.


Zwei Frauen halten ein abstraktes Gemälde mit dunklen Farben. Regale voller Leinwände im Hintergrund. Eine Frau hält ein Weinglas.

Besuch in meinem Atelier

Wenn du magst, komm auch bei mir vorbei.

Mein Atelier ist an diesen Tagen offen – im besten Sinn: kein klassischer Ausstellungsraum, sondern ein Ort zum Ankommen, Schauen und Austauschen. Du kannst stöbern, Fragen stellen oder einfach nur schauen. Alles ist möglich, nichts muss.

25. und 26 April, jeweils 10 bis 18 Uhr, 7000 Eisenstadt, Wienerstraße 86


Gruppenausstellung der Künstlervereinigung kunstaspekt

Eröffnung: Freitag, 6.3. um 19 Uhr

Einführung: Mag. Gabriele Baumgartner- Kunsthistorikerin

Eröffnung: eine Vertretung der Stadtgemeinde

Kuratorin: Christine Todt

Künstlerführung: 22.3. um 16:30 Uhr


Dauer der Ausstellung: 7. bis 22.3.2026

Öffnungszeiten:  Dienstag bis Sonntag von 15 bis 18 Uhr,

Freitag bis Sonntag von 10 bis 12 Uhr

Kaiser Franz Ring 7, 2500 Baden


modernes abstraktes Kunstwerk Querformat viel Weiß- ud Beigetöne
Sylvia Galos, Narben auf meiner Seele, 190 x 110 cm, Mischtechnik auf Leinwand
















Emotionen sind Teil jedes künstlerischen Prozesses. Sie wirken im Hintergrund, verdichten sich im Tun und prägen Entscheidungen über Form, Material, Farbe oder Raum.

Die Ausstellung EMOTIONAL versammelt unterschiedliche künstlerische Positionen, in denen solche inneren Zustände wirksam waren und im künstlerischen Prozess transformiert wurden. Im Betrachten können diese Werke unbewusste, individuelle Reaktionen auslösen – eine innere Erregung, die zur Deutung führt und sich als Gefühl manifestiert.

abstraktes Kunstwerk in Braun tönen mit rotem Punkt

Mein Beitrag zum Thema "Aufregung": Wild Thing, 70 x 50 cm


"Emotionen triften auseinander, Aufregung als Zustand von Überschuss und Bewegung. Im Arbeiten löst sich Kontrolle auf, Energie darf sich entfalten. Ein bewusst gesetzter Gegenpol gibt dem Unruhigen Halt."




Manche Arbeiten öffnen sich schnell, andere fordern Zeit, Aufmerksamkeit und Offenheit. Nicht alles wird sichtbar, nicht alles lässt sich eindeutig fassen. So entsteht ein Erfahrungsraum, in dem die inneren Zustände der Künstlerinnen und Künstler in der Wahrnehmung der Betrachtenden auf Resonanz treffen können. Die Ausstellung EMOTIONAL lädt dazu ein, diese Verschiebung wahrzunehmen und der Un-Sichtbarkeit des Inneren Raum zu geben.


Weitere Teilnehmer*innen

Ingrid Biberschick, Elfi Friesenbichler, Traude Haslauer, Uta Maria Langer, Liane Jelinek, Eva Posch, Herwig Prammer, Christine Todt, Ernst Wittkowski, Brigitte Weiler, Andrea Zwazl-Edler


Werke von Eva Posch, Christine Todt, Brigitte Weiler

Hier erzähle ich von Ausstellungen und den Themen, die meine abstrakte Malerei bewegen.
Ich verschicke in unregelmäßigen Abständen Einladungen, Hinweise zu meiner Arbeit und gelegentlich Gedanken aus dem Atelier. Einladungen per Mail erhalten.

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