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abstraktes Gemälde von Sylvia Galos hauptsächlich weiß mit Strukturen mit  Akzent in Schwa und Rot

Sylvias Blog

Rückblicke. Augenblicke. Ausblicke.

Ausstellung im Rahmen der ORF Langen Nacht der Museen


Am 3. Oktober wird es im Rathaus Eisenstadt spät – und ziemlich sinnlich.

Ich zeige dort meine Ausstellung „WEIN. IM RAUSCH DER SINNE. Ein Thema, das im Burgenland natürlich naheliegt. Aber genau deshalb wollte ich es nicht bloß dekorativ behandeln. Mich interessiert der Wein als etwas, das weit über Geschmack hinausgeht: als Farbe, Erinnerung, Ritual, Genuss, Verführung und manchmal auch als Rausch.



Eine Nacht. Ein Thema. Und Wein einmal ganz anders.

Ein Teil der Arbeiten greift das Thema unmittelbar auf. Jene Bilder, die mit Rotwein gemalt wurden, zeigen Gläser und Flaschen in einer expressiven, freien Malweise. Andere Arbeiten lösen sich stärker vom gegenständlichen und übersetzen die Atmosphäre des Weins in Farbe, Bewegung, Tiefe und Verdichtung. So bewegt sich die Ausstellung zwischen Wiedererkennbarem und Abstraktion – zwischen dem konkreten Motiv und dem, was Wein an Stimmung und Assoziationen auslösen kann.

Nach den Eröffnungsansprachen nehme ich interessierte Besucher*innen mit auf einen kurzen Rundgang durch die Ausstellung und erzähle persönlich von meinen Intentionen und Inspirationen zu ausgewählten Werken.


Doch Kunst lebt schließlich nicht nur vom Anschauen. Sie lebt von Atmosphäre, Gesprächen, Begegnungen und manchmal von einem kleinen Experiment.

Und genau so eines wird es an diesem Abend geben:


Aus Anschauen wird Mitmachen.



Zwischen den musikalischen Auftritten von JazzThat lade ich zum Red-Wine-Painting ein. Dabei wird tatsächlich mit Rotwein gemalt. Kein Malkurs, kein Wettbewerb, es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Es geht ums Ausprobieren, um Spuren, Zufälle und darum, ein vertrautes Material plötzlich ganz anders und ungezwungen einzusetzen.



Dazwischen bleibt genügend Zeit, ins Gespräch zu kommen, über Kunst und Wein zu plaudern und vielleicht auch ein Glas Wein zu genießen.

Ich mag die Vorstellung, dass an diesem Abend vieles zusammenkommt: Malerei, Musik, Wein, Menschen und Gespräche. Ich freue mich auf diese Nacht – und auf viele bekannte und neue Gesichter.


3.Oktober 2026, 19–24 Uhr

Rathaus Eisenstadt, Hauptstraße 35


Hinweis:

Der Eintritt zur Ausstellung im Rathaus ist kostenlos.

Wenn Sie an diesem Abend mehrere Locations besuchen möchten, benötigen Sie ein Ticket für die ORF-Lange Nacht der Museen. Dieses gilt für alle teilnehmenden Häuser und auch für die Shuttlebusse. Tickets sind bei den teilnehmenden Kulturinstitutionen und über die ORF-Lange-Nacht-Seite erhältlich.

vor 12 Stunden

Abstraktion als Sprache des Dazwischen


Nun hängt sie also. Unsere Ausstellung im Haus der Kunst in Baden ist eröffnet.

Und ja: Eigentlich wollte ich diesen Blogbeitrag schon viel früher schreiben. Vor der Vernissage. Mitten in den Vorbereitungen. Aber wie das bei Ausstellungen so ist, kommt dann eines zum anderen: Bilder auswählen, wieder verwerfen, Rahmen kontrollieren, Transporte organisieren, Texte abstimmen, Katalog gestalten, hängen, umhängen, Licht richten … und irgendwann ist plötzlich Eröffnung.

Vielleicht passt das aber sogar ganz gut zu Liminal Spaces. Denn diese Ausstellung beschäftigt sich genau mit solchen Zwischenzuständen: mit Übergängen, mit dem Noch-nicht-Fertigen und dem Nicht-mehr-Ganz-so-wie-vorher.


Was ist eigentlich ein „Liminal Space“?

Der Begriff liminal bezeichnet einen Schwellenzustand. Einen Raum dazwischen. Dort, wo etwas Vertrautes endet und etwas Neues noch nicht eindeutig begonnen hat.

Genau diese Bereiche interessieren Karin Reiter und mich, obwohl wir malerisch sehr unterschiedlich arbeiten.


Karins Arbeiten sind nicht für den flüchtigen Blick gemacht. Sie erschließen sich erst im längeren Betrachten, wenn feine Verschiebungen, Überlagerungen und Veränderungen im Bildraum wahrnehmbar werden. Gerade diese verlangsamte Wahrnehmung macht ihre besondere Spannung aus.



Meine Bilder entstehen stärker aus dem Aufeinandertreffen von Gegensätzen. Bei mir treffen Ruhe und Dynamik, Ordnung und Auflösung, Linie und Fläche aufeinander. Für mich entstehen gerade dort die spannenden Momente eines Bildes: zwischen den Polen.









Zwei Positionen – ein gemeinsamer Raum

Bei der Vorbereitung der Ausstellung war uns wichtig, unsere Arbeiten nicht einfach in zwei voneinander getrennten Bereichen zu präsentieren. Viel interessanter erschien uns die Frage: Was passiert, wenn die Bilder miteinander in Beziehung treten?

So hängen Arbeiten ähnlicher Formate nebeneinander, reagieren Farben, Linien, Flächen und Leerstellen aufeinander. Manche Verbindungen erkennt man sofort, andere erst beim zweiten oder dritten Blick.

Und manchmal entsteht etwas, das weder Karin noch ich geplant haben.

Genau das gefällt mir an dieser Ausstellung besonders.

Denn ein Bild existiert für mich nie ausschließlich für sich. Es verändert sich durch den Raum, durch die Arbeit daneben – und natürlich durch die Person, die davorsteht.


Ein Werk. Ihr Blick. Was entsteht dazwischen?

Deshalb wollen wir auch die Besucherinnen und Besucher ein wenig ins Ausstellungskonzept hineinholen.

Während des Rundgangs laden wir dazu ein, jenes Werk zu fotografieren, das einen festhält, irritiert, berührt oder aus irgendeinem Grund nicht gleich wieder loslässt. Über einen Link kann man uns anschließend die Werknummer und, wenn man möchte, einen kurzen Gedanken dazu hinterlassen.

Es geht dabei um keine Abstimmung und schon gar nicht darum, das „beste“ Bild zu finden.

Uns interessiert etwas anderes: Was entsteht zwischen Werk und Betrachtung?

Denn dieses Dazwischen entsteht erst dort, wo Werk und Betrachtung miteinander in Beziehung treten.


Nach der Vernissage wird es ruhiger

Die Eröffnung ist inzwischen vorbei – ein Abend mit vielen Begegnungen, Gesprächen und Eindrücken. Darüber werde ich vermutlich noch gesondert berichten, sobald auch die Fotos bei mir eingetroffen sind.

Jetzt beginnt aber eine Phase, die ich bei Ausstellungen mindestens genauso mag: Die Räume werden ruhiger. Man kann stehen bleiben. Noch einmal zurückgehen. Ein Bild länger betrachten, ohne abgelenkt zu werden. Man entdeckt Zusammenhänge, die bei einer Vernissage mit vielen Besuchern leicht untergehen.


LIMINAL SPACES ist noch bis 27. September 2026 im Haus der Kunst in Baden zu sehen.

Vielleicht kommen Sie vorbei und entdecken Ihr eigenes Dazwischen.

Ich bin am 22., 23. 9. und 26.9. von 10 bis 14 Uhr und 15 bis 18 Uhr persönlich anwesend. Öffnungszeiten: Di–Fr, 10 bis 14 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Sa–So von 11 bis 17 Uhr

Ein persönlicher Blick auf das Lions KunstPopUp in Eisenstadt und auf die Frage, was Kunst bewirken kann.


Sylvia Galos im Atelier im Hintergrund das Plakat zum Lions Charity Kunstpopup

Am 12. Juni 2026 findet in Eisenstadt ein besonderes Kunstprojekt statt: das Lions KunstPopUp, das ich gemeinsam mit dem Lions Club Eisenstadt umsetze.

Für diese Charity-Aktion stelle ich rund 50 meiner Kunstwerke unentgeltlich zur Verfügung. Der Reinerlös der Charity-Aktion wird für die Erfüllung des Herzenswunsches eines erkrankten Kindes in unserer Region in Kooperation mit dem Verein „make-a-wish“ verwendet.


Das klingt auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich. Für mich fühlt es sich aber richtig an.


Bilder, die auf ihre Präsentation warten …
Bilder, die auf ihre Präsentation warten …
… und auf Entscheidungen aus dem Herzen.
… und auf Entscheidungen aus dem Herzen.

Kunst soll nicht im Atelier stehen bleiben

Viele meiner Bilder sind in den letzten Jahren entstanden. Manche waren bereits in Ausstellungen zu sehen, andere warten noch auf ihren Platz.

Im Atelier sind sie gut aufgehoben. Aber Kunst ist nicht dafür gemacht, dauerhaft gelagert zu werden. Sie soll in Räume kommen. Zu Menschen. In ein Zuhause, ein Büro, einen Ort, an dem sie täglich wahrgenommen wird.

Beim Lions KunstPopUp geht es deshalb nicht nur darum, Kunstwerke abzugeben. Es geht darum, Kunst in Bewegung zu bringen – und mit dieser Bewegung konkret zu helfen.


Keine Fixpreise. Nur Herzpreise.

Ein wesentlicher Gedanke dieser Aktion ist der sogenannte Herzpreis.

Für die ausgestellten Werke gibt es keine Preisliste. Besucherinnen und Besucher entscheiden selbst, welchen Betrag sie für ein Werk geben möchten.

Kein Verhandeln. Keine Schnäppchenjagd. Sondern eine persönliche Entscheidung.

Dieser Gedanke interessiert mich sehr: Was ist uns ein Kunstwerk wert, wenn der Erlös direkt hilft? Und was passiert, wenn Kunst nicht zuerst über ihren Marktwert betrachtet wird, sondern über Beziehung, Vertrauen und Großzügigkeit?



Vertrauen lässt sich nicht bis ins Letzte absichern.

Mir ist bewusst, dass ein offenes Konzept auch ausgenützt werden kann. Jemand könnte einen sehr niedrigen Betrag geben und sich trotzdem ein großes Werk aussuchen. Das habe ich mitgedacht.

Ich nehme dieses Risiko in Kauf, weil Vertrauen nur dann echt ist, wenn man es nicht bis ins Letzte absichert.

Gleichzeitig wünsche ich mir, dass sich niemand zurückhält, nur weil der eigene Beitrag kleiner ausfällt. Auch ein bescheidener Herzpreis kann ehrlich gemeint sein. Und genau darum geht es: um eine Entscheidung, die nicht peinlich sein muss, sondern aus den eigenen Möglichkeiten heraus entsteht.


Zwischen Wert, Hilfe und persönlicher Entscheidung

Natürlich hat jedes Kunstwerk einen Wert. Einen künstlerischen, einen materiellen, einen ideellen. Normalerweise wird dieser Wert in einem Preis ausgedrückt.

Bei diesem Projekt verschiebt sich der Blick. Für einen Tag steht nicht die Frage im Vordergrund: „Was kostet dieses Bild?“ Sondern: „Was kann ich geben – und was möchte ich damit bewirken?“

Das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Es macht sie ehrlicher.

Denn plötzlich geht es nicht nur um Kunstkauf, sondern auch um Haltung. Um das eigene Maß. Um die Frage, wie viel einem Hilfe wert ist, wenn man gleichzeitig etwas Bleibendes dafür erhält.



Warum ich das mache

Ich mache dieses Projekt, weil ich glaube, dass Kunst mehr kann, als Räume zu schmücken. Sie kann Begegnungen auslösen. Gespräche öffnen. Menschen verbinden, die einander sonst vielleicht nicht begegnet wären.

Und sie kann helfen.

Für mich ist das Lions KunstPopUp auch ein Loslassen. Ich gebe Arbeiten frei, die ein Stück meines Weges zeigen. Sie verlassen mein Atelier nicht einfach als Ware, sondern als Teil einer Aktion, die Sinn stiftet.

Das ist ein anderer Zugang. Einer, der nicht alles kalkuliert, aber sehr bewusst entschieden ist.


Ein Projekt mit offenem Ausgang

Ich weiß nicht, wie sich dieser Tag entwickeln wird.

Vielleicht entstehen schöne Gespräche. Vielleicht wird um einzelne Bilder gerungen. Vielleicht überrascht mich die Großzügigkeit mancher Menschen. Vielleicht wird es auch Momente geben, die mich fordern.

Aber ich gehe bewusst in dieses Experiment. Der Gedanke dahinter ist stärker als die Sorge, ob alles kontrollierbar bleibt.


Mehr zum Lions KunstPopUp, zum Herzpreis und zur Charity-Aktion gibt es hier:


Hier erzähle ich von Ausstellungen und den Themen, die meine abstrakte Malerei bewegen.
Ich verschicke in unregelmäßigen Abständen Einladungen, Hinweise zu meiner Arbeit und gelegentlich Gedanken aus dem Atelier. Einladungen per Mail erhalten.

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